Henseleit und Maguire biegen Match 10 zum 1-Up-Sieg gegen die USA


Deutschlands Vertreterin Esther Henseleit gewinnt mit Leona Maguire im Samstag-Foursome gegen Kupcho/Zhang und baut Europas Vorsprung aus.
Deutschlands Vertreterin Esther Henseleit gewinnt mit Leona Maguire im Samstag-Foursome gegen Kupcho/Zhang und baut Europas Vorsprung aus. rocore.sbs
Esther Henseleit, Deutschlands Vertreterin bei diesem Solheim Cup, hat mit ihrer Partnerin Leona Maguire einen weiteren wichtigen Punkt für Team Europe eingefahren. Im dritten Foursome-Match des Samstagvormittags setzten sich die beiden gegen Jennifer Kupcho und Rose Zhang mit 1 UP durch und bauten damit ihre starke Form nach dem 2-UP-Erfolg vom Freitag gegen Andrea Lee und Lindy Duncan weiter aus.
Das Duell verlief keineswegs geradlinig: Nach zwei Löchern lagen Henseleit und Maguire zunächst in Führung, mussten sich im Verlauf der Runde dann aber zwischenzeitlich zurückkämpfen, während parallel auch Charley Hull und Lottie Woad ins Hintertreffen gerieten. Doch die Iro-Deutsche Paarung ließ sich nicht beirren. Besonders ein Birdie zur rechten Zeit sorgte für Begeisterung am Grün – die Zuschauer feierten Maguire und Henseleit lautstark, als sie sich die Führung im Match zurückholten und diese bis zum Schluss verteidigten.
Starke Session für Europe
Der Erfolg von Henseleit und Maguire war einer von drei europäischen Siegen in der Samstagvormittags-Session. Maja Stark und Linn Grant ließen Allisen Corpuz und Nelly Korda beim 3&2-Erfolg keine Chance, und auch Mimi Rhodes und Nastasia Nadaud dominierten ihr Match gegen Andrea Lee und Auston Kim mit 4&3. Lediglich Charley Hull und Lottie Woad mussten sich Alison Lee und Lauren Coughlin deutlich mit 6&5 geschlagen geben. Die Session endete damit 3:1 für Europe.
Nach zwölf von insgesamt 28 möglichen Punkten führt Team Europe nun mit 7:5 gegen die USA. Für den Gesamtsieg benötigt Europe 14,5 Punkte, während Titelverteidiger USA mit 14 Punkten auskommen würde, um den Cup zu behalten. Für Esther Henseleit war es der zweite Punkt des Wochenendes – ein starkes Zeichen für die deutsche Vertreterin und ihr Team.
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Motor City
Alan Ritchson, am bekanntesten als Jack Reacher, ist zurück in einem neuen, brutalen Actionfilm, der in den 1970ern spielt. Ich mag ihn, auch wenn er so wendig ist wie ein Kühlschrank und es irgendwie schafft, immer so auszusehen, als wäre er – ein wenig – am falschen Ort. Es ist ein bisschen so, als würde Arnold Schwarzenegger im Sandkasten mit der Kindergartenklasse spielen. Er ist einfach ein bisschen zu groß, um hineinzupassen, und das meine ich ohne jegliche Beleidigung. Aber da ist trotzdem etwas.
Ich mochte ihn zum Beispiel ziemlich gut im überraschend straffen War Machine. Diesmal sieht er auf den ersten Blick ganz anders aus, als wir es gewohnt sind, und das ist schon ein bisschen ein Vergnügen. Motor City ist der Titel, und er hat nicht gerade für Aufsehen gesorgt. Die Verpackung ist ziemlich cool, aber wie hält sie sich, wenn man das Geschenkpapier abgerissen hat?
Die Handlung: "Im Detroit der 1970er Jahre verliebt sich John Miller in die Freundin eines örtlichen Gangsters. Aus Rache stellt der Gangster eine Falle, die den unschuldigen Mann ins Gefängnis schickt. Mit seinem Leben in Trümmern schmiedet Miller einen Plan zur Rache an dem Mann, der ihm seine Freundin weggenommen hat."
Ja, genau beim Lesen eines weiteren Rachefilms. Aber fangen wir am richtigen Ende an: dem Regisseur. Das ist Potsy Ponciroli. Er hat Old Henry inszeniert und zuletzt Greedy People, den ich sehr unterhaltsam fand. Man muss sagen, dass sein visueller Stil sofort erkennbar ist, und während wir gerade bei den Namen sind, die herausstechen, gibt es den Drehbuchautor, der unter anderem London Has Fallen und Replicas geschrieben hat, und sein Name ist Chad St. John.
Die Besetzung. Wir haben Ritchson bereits angesprochen. Es ist seltsam, ihn mit einem 70er-Jahre-Stil zu sehen, und anfangs ist es schwer, ihn ernst zu nehmen, aber es ist erwähnenswert, dass diesem Film unter anderem das That 70s Show-Gefühl durch Kleidung, Frisuren und Kulissen gelingt. Ritchson macht das, was Ritchson sonst tut. Er zeigt etwas mehr Vielseitigkeit in seinen Gesichtsausdrücken als sonst, und wir werden gleich darauf eingehen, warum.
Wir lernen auch Ben Foster in der Rolle des Antagonisten kennen. Ich mochte Foster schon immer, der oft in Bösewichtrollen eingeteilt wird, weil er... so aussieht. Er hat einen soliden Lebenslauf, der bis ins Jahr 1996 zurückreicht. Wir sehen auch Pablo "Pornstache" Schreiber aus Orange Is the New Black, Skyscraper und anderen Filmen in der Rolle eines korrupten Polizisten. Ein Schauspieler, der meiner Meinung nach mehr und größere Rollen verdient. Die Liebesinteresse der Hauptfigur wird von Shailene Woodley aus der Divergent-Serie gespielt, und ihre Rolle ist ziemlich eindimensional und ist eigentlich nur die Liebesinteressentin, mit ein paar Gelegenheiten, ihre Brüste zu zeigen. Es wirkt wie eine eher undankbare Rolle für eine talentierte Schauspielerin, aber wer bin ich, das zu beurteilen?
Aber jetzt zum Film selbst. Motor City ist ein bisschen ein Einzelfall. Ich finde es etwas schwer, Kopf und Schwanz daraus zu machen. Oder vielleicht, vor allem zu verstehen, wie all die Köpfe, die zusammenkamen, um ihn zu erschaffen, tatsächlich gedacht haben. Im Kern haben wir eine einfache Rachegeschichte, eine Besetzung etablierter Schauspieler, Leute aus dem Produktionsteam, die Erfahrung gemacht und geliefert haben – mit gemischten Ergebnissen, sicherlich, aber Dinge, die für Aufsehen sorgen und zumindest teilweise verkaufen. Es gibt Potenzial. Ziemlich viel, würde ich sagen. Wir haben die bereits erwähnte untergenutzte einzige weibliche Hauptrolle, die letztlich meist nur etwas ist, wonach die Männer sich begehren, und es wirkt irgendwie etwas veraltet, aber als Hommage an alte Actionfilme kann man das akzeptieren.
Motor City ist außerdem, wie bereits erwähnt, gut gemacht und wirklich stilvoll. Ich bin überzeugt von der Präsentation, auch wenn Ritchson anfangs mit Vokuhila und Sixpack etwas fehl am Platz wirkt. Wir sind im Detroit der 1970er Jahre. Da sind Schreibers fettige, Travolta-artige Haare, Fosters Sonnenbrille, Woodleys Locken und Kleid. Die Autos, die Zigaretten, alles. Es riecht wirklich nach den Siebzigern. Optisch ist es ein wirklich wunderschöner Film und die Actionszenen sind gut gemacht und brutal. Der letzte Kampf zwischen Ritchson und Schreiber zum Beispiel... wow.
Aber es gibt ein großes zugrundeliegendes Problem, und hier kehre ich zurück zur Frage, wie die Leute hinter dem Film die Dinge durchdacht haben. Denn, wie ich direkt in der Überschrift enthülle: Niemand spricht. Motor City ist voller passender Soundtracks, die sorgfältig ausgewählt und durchdacht wirken, aber der Dialog existiert nicht. Ich mache keine Witze. Ritchsons Figur bekommt sein Auto gestohlen, er bekommt es zurück und ist begeistert, und als er seiner Freundin einen Heiratsantrag machen will, stürmt die Polizei das Haus. Da das Auto für etwas benutzt wurde, ist er der Hauptverdächtige und wird zur Wache gebracht. Wir sehen ihn dort sitzen, verärgert, mit dem Polizisten streiten, während er von der anderen Seite des Glases ist. Der Dialog ist gedämpft, und so ist es im ganzen Film.
Beispiel zwei: Die Hauptfigur trifft den Gangster, von dem er ursprünglich seine Freundin gestohlen hat. Es ist ein bisschen komisch, in der Art von "Was zum Teufel, du?", woraufhin Foster sich auf den Stuhl im Verhörraum setzt und die Hände hebt. "Ja, Mistkerl. Ich." Aber ohne Worte. Und in anderen Szenen verstecken sie es hinter Musik, oder wir schneiden ein, wenn der Dialog schon gesprochen ist und wir die Folgen sehen. Das funktioniert gewissermaßen, weil die Handlung so einfach ist und sie zeigen, was nötig ist, und man versteht – fast immer – was vor sich geht. Das ist ein stilistisches Mittel, das für kurze Zeit Spaß macht. In ein paar Szenen. Es hätte als Mittel in Rückblenden funktionieren können, um sie hervorzuheben. Jetzt wird es stattdessen als kompletter 100-minütiger Film serviert.
Es macht keinen Spaß. Es führt dazu, dass man das Interesse verliert und es fällt schwer, sich zu konzentrieren, und ich, der im Grunde ein Einzelgänger bin und Stille mag, sehne mich tatsächlich danach, nun ja, die Leute reden zu hören. Und sie reden auf ihre eigene Art. Ich habe nicht mitgezählt, aber ich schätze, der Film enthält irgendwo zwischen sieben und zehn Dialogzeilen. Nicht mehr. Jemand ruft so etwas wie: "Geh auf die Knie." Zwei Figuren treffen sich in einem Diner, einer sagt "Hallo", während der andere "Hi" antwortet. Das ist die Dimension. Wieder ist es ein spaßiges Experiment, aber nicht über die Länge eines ganzen verdammten Films.
Entschuldigung, ich werde langsam etwas aufgeregt, denn obwohl die Handlung einfach ist und keine Überraschungen bietet, steckt hier trotzdem ein ordentlicher Film versteckt. Einen stilvollen noch dazu, mit guter Action, und einen Ritchson mit mehr Gesichtsausdrücken als zuvor. Aber aus irgendeinem Grund wurde er stumm geschaltet, und ich verstehe nicht ganz warum. Ich bezweifle, dass viele andere das auch tun, denn Motor City ist ziemlich unbemerkt geblieben, ein bisschen wie Ben Foster im Verhörraum. Hände erhoben, ein überraschter Blick: "Was zum Teufel geht hier vor?" Ein Achselzucken. "Keine Ahnung. Hast du eine Zigarette?"
Ausgerechnet... Schalke jubelt nach über 1200 Tagen wieder erstklassig!
Endlich wieder ein Tor in der Bundesliga, endlich wieder gewonnen in der höchsten deutschen Spielklasse: So nüchtern ließe sich der Abend des FC Schalke 04 in Berlin zusammenfassen. Mit 3:1 (1:0) hatten die "Knappen" verdient an der Alten Försterei gewonnen und konnten durch den Auswärtssieg beim 1. FC Union Berlin den überraschenden Punktgewinn gegen den FC Bayern München aus der Vorwoche noch vergolden.
Für das erste Erfolgserlebnis in der Hauptstadt sorgte dabei jemand, der bei dieser Partie besonders im Fokus stand: Ex-Nationalspieler Robin Gosens, vor der Saison zu seinem Herzensverein Schalke 04 gewechselt, stand in der Saison 2023/24 bei den "Eisernen" unter Vertrag. Rücksicht auf seinen ehemaligen Club nahm der Linksverteidiger aber nur beim Torjubel – mit einer sehenswerten Direktabnahme hatte der 32-Jährige Königsblau an seiner alten Wirkungsstätte in Führung gebracht.
What can halt Fifa’s authoritarian turn under Infantino? Change from the outside | Jules Boykoff
The World Cup and its aftermath made clear that Fifa needs independent oversight by governments and NGOs dedicated to preserving the people’s game
The 2026 World Cup was a whirling swirl of scintillating soccer that prompted much-needed conversations about the vitality of diaspora, the fortitude of the underdog, the power of sport. In a world fractured along myriad cultural axes floating in an entertainment system dominated by on-demand content, the tournament provided a moment, perhaps unlike any other event, that brought together people from different backgrounds to simultaneously experience something meaningful.
After the tournament concluded, Fifa president Gianni Infantino dropped a political pipebomb into the after-party, proposing to privatize the World Cup by injecting $20bn in private capital, with an assist from JP Morgan and Thrive Capital, the investment vehicle orchestrated by Joshua Kushner, brother to Jared Kushner, Donald Trump’s son-in-law.
Continue reading...Wörle vor Stuttgart II: "Sind in den Köpfen und Beinen sehr schnell"
Zum Auftakt in die Englische Woche bekommt es Preußen Münster mit der U21-Mannschaft des VfB Stuttgart zu tun. Cheftrainer Thomas Wörle schätzt die Nachwuchstalente sehr, aber auf die Reaktion im vergangenen Spiel soll nun die Konstanz bei den Adlerträgern folgen.
"War wichtig, sich sofort zurückzumelden"
Bei Viktoria Köln kassierte Münster ein 1:4, woraufhin die Adlerträger im Heimspiel gegen Havelse wieder siegreich vom Platz gingen. Sieben Punkte aus vier Spielen lassen sich sehen, aber für Cheftrainer Thomas Wörle geht es nun um stetige Entwicklung. "Nach dem Spiel in Köln ging es darum, eine Reaktion zu zeigen, und die haben wir gezeigt. Vor allem in Sachen Mentalität war das sehr, sehr gut", sagt der Fußballlehrer im Vereins-TV. "Man merkt das dann auch in der Trainingswoche. Es war wichtig, sich sofort zurückzumelden, weil das gibt dann einfach auch wieder Kraft für die kommenden Aufgaben."
Und die nächste Herausforderung heißt VfB Stuttgart II. Ein U21-Team, wie sie im Buche steht. "Es ist immer etwas anderes, gegen eine Zweitvertretung zu spielen, weil das ist meistens eine Mannschaft, die unheimlich talentiert ist, die schnell in den Köpfen ist, die schnell in den Beinen ist", so Wörle. "Gleichzeitig wissen wir auch, dass es auch noch ein Sonntagsspiel ist. Das heißt, dass wir eine weite Fahrt haben und unsere Fans auch." Unabhängig von der Anzahl der Zuschauer vor Ort, war sich der SCP-Coach sicher, werden genügend Fans ihre Energie an die Adlerträger weitergeben.
"Sehr schnell, kreativ und intensiv"
Taktik und Strategien einer U21-Mannschaft seien dabei nicht das Entscheidende, aber im Speziellen für Wörle durchaus interessant. "Sie spielen einen sehr schnellen, einen sehr kreativen Fußball. Darüber hinaus ist es traditionell so, dass diese jungen Kerle natürliche eine sehr hohe Intensität fahren können. Von daher ist die Gesamtaufgabe in allen Spielphasen echt anspruchsvoll", fand der SCP-Coach, der seine Mannschaft für den Auftritt aber gewappnet sah: "Wir haben einiges dagegen zu halten, und das versuchen wir natürlich auch zu entwickeln."
Ein weiteres Erfolgserlebnis direkt zum Start in die Englische Woche wäre daher wohl förderlich. "Es geht wirklich Schlag auf Schlag weiter, und da ist schon das erste Spiel sehr, sehr wichtig, weil du dann schon etwas mitnehmen kannst, wenn es positiv läuft", schätzte Wörle die Ausgangslage, dass sich im weiteren Verlaufe der Woche bei ausbleibenden Ergebnissen etwas Druck anstauen könnte. "Von daher gilt der volle Fokus auf dieses Spiel und auf das Thema Mentalität, also an unsere Leistungsgrenze zu kommen, mit einer höheren Konstanz als bis hierhin. Das ist das Ziel, dass wir das Spiel für Spiel abrufen können", stärkte der SCP-Coach die Adlerträger. Angefangen mit der Partie gegen Stuttgart II.
Sechs Ausfälle, zwei Wackelkandidaten
Nicht dabei sein werden Niko Koulis, Oscar Vilhelmsson (Muskelbeschwerden), Simon Scherder, Malik Batmaz (beide nach Kreuzbandriss), Luca Bolay (Innenbandriss) sowie Marvin Schulz (Innenbandanriss), zudem sind die Einsätze von Joshua Mees (nach Adduktorenzerrung) und Montell Ndikom (nach Erkrankung) noch fraglich.
